 |
Freiwillige
Feuerwehr Littel
Getreidesilo glüht in Wardenburg
Nächtlicher Großeinsatz der Feuerwehr im Wardenburger Gewerbegebiet Südwest: Gegen 5.30 Uhr stand das Getreidesilo der Raiffeisen-Genossenschaft an der Rheinstraße in Flammen. Ein aufmerksamer Passant hatte auf dem Weg zur Arbeit eine starke Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Als die drei Ortswehren Wardenburg, Littel und Achternmeer eintrafen, schlugen die Flammen meterhoch aus dem Turm.
Die Feuerwehrkameraden mussten zunächst ein Eisentor aufflexen, um sich Zugang zum Gelände zu verschaffen. Nach knapp einer Stunde hatten die rund 75 Feuerwehrkräfte unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Wardenburger Ortsbrandmeisters Stefan Buschmann den Brand unter Kontrolle. Acht Trupps mit schwerem Atemschutz durchkämmten das Silo, in dem nach Angaben des Feuerwehrkreispressewartes Uwe Arndt und der Polizei 13 Tonnen Futtermais zum Trocknen lagerten. 
Die um 5.28 Uhr alarmierte Feuerwehr war schon vor Ort, als sich die Flammen explosionsartig ausdehnten und im etwa 20 Meter hohen Gebäude nach unten wanderten. Drei Einsatztrupps der Feuerwehr begannen sofort mit einem Innenangriff auf den Brand. Von außen sorgten ihre Kameraden mit einer Wasserwand, dass sich das Blechkleid des Silos nicht zu stark erhitzte. Außerdem wurde versucht, den Funkenflug, so gut es ging, einzudämmen, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Die Drehleitern der Berufsfeuerwehr Oldenburg sowie der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee wurden zur Unterstützung angefordert.
Die Löscharbeiten dauerten bis 9.30 Uhr an. Vier Tonnen verkohlter Mais wurden mit Radladern ins Freie befördert, um die Gefahr eines erneuten Aufflammens zu unterbinden, der Rest war verbrannt. Das Getreide selbst habe anfangs wohl nur geschwelt, entzündet hätten sich letzten Endes die sich bildenden Brandgase, vermutet Arndt. Unterstützt wurde der Feuerwehreinsatz von der EWE, die die Strom- und Gaszufuhr zum Raiffeisenmarkt unterbrach. Ein Krankenwagen sei ebenfalls vor Ort gewesen, berichtet der Feuerwehrkreispressewart. Beide Maßnahmen zählten zur Routine bei Einsätzen dieser Größenordnung. Zur Brandursache sowie zur Höhe des Schadens kann die Polizei noch keine Angaben machen. Als Ursache gilt ein technischer Defekt als wahrscheinlich.
Quelle Nordwest Zeitung STEFAN IDEL UND WERNER FADEMRECHT
|
 |