Freiwillige Feuerwehr Littel


Landwirtschaft ein Raub der Flammen

BrandCharlottendorf-West ML Am frühen Sonnabendmorgen ist in Charlottendorf-West am Ohlhoffsweg ein landwirtschaftliches Betriebsgebäude von etwa 600 qm² bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Hauseigentümer stellte gegen vier Uhr Brandgeruch im Betrieb fest und versuchte, das Feuer von Hand mit einem Eimer Wasser zu löschen, was aber leider misslang. Im Gegenteil, der Mann zog sich bei seinem Vorhaben schwerste Brandverletzungen am Kopf und den Armen zu. Er wurde daraufhin später in eine Hamburger Spezialklinik für Schwerstbrandverletzte geflogen. Sein Mitarbeiter hatte inzwischen die Feuerwehr alarmiert und einen Schock erlitten. Auch ihn brachte der Malteser Hilfsdienst aus Sandkrug vorsorglich nach Oldenburg ins Krankenhaus.

Als die Feuerwehr Littel am Einsatzort eintraf, bat sie sofort bei der Leitstelle in Ganderkesee um Unterstützung. Diese schickte die Feuerwehr Wardenburg und ebenfalls den Gerätewagen Atemschutz aus Ganderkesse nach Charlottendorf-West. Der Ganderkeseer Kamerad brachte zu dem eine Wärmebildkamera mit, die später auf der Einsatzstelle noch entscheidende Dienste leisten sollte.

BrandZuerst galt es, den schwerverletzten Eigentümer aus der Gefahrenzone zu bringen, um dann sofort mit den Löscharbeiten beginnen zu können. Der Litteler Schlauchwagen hatte binnen einer Minute eine Löschwasserversorgung von einem Hydranten aus aufgebaut. Zweite Priorität nach der Personenrettung galt dem Schutz des Wohngebäudes direkt im Anschluss an das Betriebsgebäude. Dieses gelang auch mit Hilfe der dazwischenstehenden Brandmauer, welche aber um weiteren Verlauf einzustürzen drohte. Genau dieses war kurz nach Einsatzbeginn bereits mit der Giebelmauer geschehen, die dem im Vollbrand stehenden Gebäude nicht mehr weiter stand halten konnte. Zum Glück wurde durch den plötzlichen Zusammenbruch niemand verletzt.

BrandMit Hilfe der zwischenzeitlich eingetroffenen Wärmebildkamera konnte die Feuerwehr unter Einsatzleiter Herwig Grotelüschen weitere bislang unsichtbare Risse in den Außenmauern erkennen und so die Gefahrenstellen sichern. Später wurde alles mit einem herbeigeorderten Radlader abgerissen und beiseite geschafft. Auch der Gemeindebrandmeister Werner Liebl und der stellv. Kreisbrandmeister Klaus Schaffstädter waren vor ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Ursache und der angerichtete Schaden des Feuers sind bislang unbekannt. Die Freiwillige Feuerwehr Littel stellte die Brandwache und war bis in die Mittagsstunden mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Matthias Liebl, Gemeindepressewart