Wellensittich rettet erneut Menschenleben Wie bereits vor ein paar Jahren hat im Raum Benthullen/Harbern ein Wellensittich einem Menschen das Leben gerettet. Am späten Dienstagabend bemerkte das Tier im Weg "Am Denkmal" in Benthullen Brandgeruch und schlug mit lautem Geschreie sofort Alarm. Die Tochter des Hausbesitzers schlief im gleichen Raum und wachte erst auf, als der Qualm bereits einen halben Meter hoch im Raum sprich an der Bettkante stand. Auch ihr Vater schlief ohne ihr Wissen im Wohnzimmer, wobei er aber unverletzt blieb.Das Mädchen lief nach draußen und machte einen Nachbarn auf das Feuer aufmerksam. Dieser verständigte augenblicklich die Feuerwehr, welche mit den Ortsfeuerwehren Littel und Wardenburg bereits zehn Minuten später vor Ort war. Die Flammen schlugen schon durch die Dachfenster und breiteten sich in Richtung der Hauptwohnung aus als das erste Rohr vorgenommen wurde. Dieses laufende Feuer musste unter allen Umständen gestoppt werden, weil praktisch der gesamte Teil der Wohung aus Holz bestand und so dem Feuer viel Nahrung bot.
Unterdessen bauten die etwas später eintreffenden Einheiten mit ihren Löschgruppenfahrzeugen
eine Wasserversorgung auf, was mit einem Schlauchwagen sicherlich noch schneller
ginge, da durch die schnelle Ausbreitung wirklich höchste Eile geboten war.
Nur infolge der sehr schnellen Ausrückezeit beider Feuerwehren konnte das
Feuer vor dem Übergreifen auf weitere Wohnbereiche gestoppt werden.Diese Wohnbereiche wurden durch die sofort eingeleitete Druckbelüftung rauchfrei gehalten und nahmen somit auch keinen Schaden durch Verqualmung. In der Folgezeit musste die Dachhaut geöffnet werden, um ein Ausbreiten des Brandes in der Zwischendecke zu verhindern. Durch die Bauweise benötigte die Feuerwehr einige Zeit, das mit dicker Teerpappe gedeckte Dach mit Kettensägen zu durchdringen. Nach zweieinhalb Stunden war der Einsatz beeendet. Als Brandursache könnte nach Auskunft der Polizei ein defektes Stromkabel im Gebälk des Dachgeschosses in frage kommen. Der Lebensretter überstand die Nacht leider nicht. Er war in den Flammen erstickt. Matthias Liebl, Gemeindepressewart |