Großbrand Scheune von Bolling in Höven

Aus loderndem Stall Vieh gerettet

Ende November 1990 brannte spät abends das Wirtschaftsgebäude des Landwirtes Bolling in Höven in voller Ausdehnung. Im etwa 20 x 30 Meter großen Gebäude war hauptsächlich Vieh untergebracht. Als die alarmierten Kräfte gegen 22.00 Uhr am Einsatzort eintrafen, mußten diese feststellen, daß sich noch alle Tiere im lichterloh brennenden Stall befanden.
Alles, was Beine hat, wird gerettet ! Weil zuerst nur der Dachstuhl brannte, konnten Kameraden unter schwerem Atemschutz fast alle Säue mit ihren Ferkeln, die meisten Mastbullen und beinahe alle Mastschweine retten. Nur liefen die Tiere in das behaglich warme Gebäude immer wieder hinein. Sie wurden deshalb auf alles mögliche verfrachtet, wo sie nicht wieder wegkonnten. Nur die Feuerwehrfahrzeuge blieben verschont.
Nach vier Stunden war der Brand unter Kontrolle. Die meisten Feuerwehren packten ihre Gerätschaften zusammen und rückten ab. Zur Brandwache blieben nur die Litteler und Wardenburger, wobei die letzteren die Wache schließlich alleine fortsetzten.
Der Gesamtschaden bei diesem Großbrand wird auf etwa 700.000 DM geschätzt. Brandursache war höchstwahrscheinlich ein Defekt in der Trocknungsanlage für Getreide.

Matthias Liebl, Gemeindepressewart