Toter bei Zimmerbrand am Glockenturm in Wardenburg

Erster Angriff auf das Brandobjekt
Bei der Bereitstellung des ersten Rohres
Mitte Mai 2001 ist es am Wardenburger Glockenturm in einem denkmalgeschütztem Haus zu einem Zimmerbrand gekommen. Das Feuer wurde an einem Sonntagmorgen um 2 Uhr in der Frühe entdeckt. Die sofort alarmierten Feuerwehren aus Wardenburg und Littel rückten aus und trafen am Einsatzort ein, als die Flammen bereits aus dem Dach meterhoch in den Nachthimmel schlugen.
Das Treppenhaus zu den oberen Mietparteien stand ebenfalls schon in Flammen, so dass sich eine Anwohnerin nur über ein Fenster und die Dachrinne nach außen flüchten konnte. Anschließend kletterte sie an einem Straßenschild hinunter auf die Straße.
Erster Angriff auf das Brandobjekt
Ein abgekämpfter Kamerad
nach schwieriger Arbeit
Die Ortsfeuerwehr Sandkrug wurde wegen des Ausmaßes ebenfalls zur Hilfe gerufen. Unterdessen hatten sich die ersten Einheiten mit schwerem Atemschutz ausgerüstet und versuchten, über das lichtloh brennende Treppenhaus mittels Innenangriff zu dem Brandherd vorzudringen. Durch die enorme Hitzeentwicklung war dieses aber nicht sofort möglich, so dass man sich nur sehr langsam vorarbeiten konnte.
Ein Nachbar berichtete, dass sich der Mieter noch in der Brandwohnung befinden müsste.So wurden die Löscharbeiten beschleunigt, obwohl das Treppenhaus immer noch in Flammen stand und ein Durchkommen unmöglich machte. Es wurde eine Steckleiter in Stellung gebracht und versucht, vom Dach aus in das Zimmer zu gelangen. Als dieses nach einem ersten Ablöschen gelang, konnte keine Person in dem dichten Qualm ausfindig gemacht werden.
Erst nach einiger Zeit wurde die Leiche des Mieters in einer Ecke hinter dem Bett entdeckt. Er war augenscheinlich erstickt, da das Feuer nicht bis hierhin vorgedrungen war. Als Brandursache wurde im ersten Moment eine brennende Zigarette angenommen, die der Verunglückte nachts noch gerne zu rauchen pflegte. Später wurde dann von der Polizei aber ein elektrischer Defekt als Auslöser in Betracht gezogen.

Matthias Liebl, Gemeindepressewart