Freiwillige Feuerwehr Littel


Jahreshauptversammlung 2009

 

Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2008.

Das Jahr 2008 war wieder sehr ereignisreich und gefüllt mit Einsätzen, Übungsdiensten, diversen Arbeiten und Veranstaltungen. Aber auch den verstorbenen Kameraden bedenkt die Litteler Wehr mit einer Schweigeminute, bevor die eigentliche Jahresversammlung eröffnet wird. Am 17.02. 2008 verstarb der Kamerad, Löschmeister Heinz Schmidt, kurz vor seinem 80. Geburtstag.

Jahresrückblick:
Besonders erfreut ist Ortsbrandmeister Frank Kirsch darüber, dass die Zahl der aktiven Feuerwehrkameraden gestiegen ist. Die Ortsfeuerwehr Littel verfügt über 43 einsatzfähige Kameraden und 19 Mitglieder in der Seniorenabteilung.

Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr Littel 3.541 Stunden geleistet. Darin enthalten sind keine Verwaltungsarbeiten oder sonstige Veranstaltungen:
 
Rund 50% der Stunden fallen auf den Übungsdienst, der zweimal im Monat stattfindet, ein monatlicher Freiwilligendienst, der Gerätedienst und Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Loy oder der FTZ in Ganderkesee. Das unterstreicht den hohen Ausbildungsstand innerhalb der Litteler Wehr. Erfreulich ist die hohe Dienstbeteiligung. Das motiviert zum einen die Gruppenführer, die sich für die laufende Ausbildung verantwortlich zeigen. Zum anderen wird dabei die Kameradschaft untereinander gepflegt. Erfahrene und junge Kameraden arbeiten gemeinsam als Team.

Fast 10% der Gesamtstunden entfallen auf 15 Alarmierungen. Hier wurden rund 350 Stunden geleistet. Glücklicherweise handelte es sich überwiegend um kleinere Einsätze, aufgeteilt in 10 Hilfeleistungen und 5 Brandeinsätze. Es hat sich bewährt, dass entsprechend einer Alarm- und Ausrückordnung der Litteler Wehr, Einsätze bereits von Beginn an gut organisiert sind. Gerade bei einfachen Hilfeleistungen, wie z.B. bei Sturmeinsätzen rückt stets nur ein Fahrzeug aus. Weitere Einsatzkräfte warten die Lagemeldung am Feuerwehrhaus ab. So ist gewährleistet, dass Kameraden schnellstmöglich wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Innerhalb von 5 Minuten ist das erste Fahrzeug ausgerückt. Damit beweist die Ortsfeuerwehr Littel, dass immer ausreichend Einsatzkräfte vorhanden sind.
Die ereignisreichsten Einsätze im Jahr waren sicher ein Zimmerbrand in Oberlethe, welcher schnell gelöscht werden konnte oder der Einsatz bei der Genossenschaft in Wardenburg, der gezeigt hat, dass die drei Ortswehren der Gemeinde Wardenburg sehr gut zusammenarbeiten.
Bei einem Verkehrsunfall in Charlottendorf-Ost wurde eine verletzte Person mithilfe technischen Hilfeleistungsgerätes aus einem PKW gerettet.
Zur nachbarschaftlichen Löschhilfe wurde die Feuerwehr Littel auch zum Großbrand einer Fleischwarenfabrik in Oldenburg gerufen. Hier wurden 2.000 Meter Schlauchmaterial verlegt und eine Wasserversorgung aufgebaut.

 

Besonders stolz ist Kirsch auf die Arbeit der Gerätewarte in der Litteler Ortswehr. Das Feuerwehrhaus, Fahrzeuge und Gerätschaften sind, dem Alter entsprechend in einem gepflegten Zustand. Dadurch ist die Einsatzbereitschaft stets gewährleistet.

 

 

 

Neben vielen anderen Diensten, wie Besprechungen und die Teilnahme am Kreisfeuerwehrtag mit einer Wettkampfgruppe Stand ein Projekt in 2008 besonders im Vordergrund, die Dorferneuerung. In deren Rahmen wurde auch der Vorplatz beim Feuerwehrhaus erneuert, was sich bald zum größten „Einsatz“ des Jahres entwickeln sollte. Die Bauphase hat deutlich länger gedauert als angekündigt und die Litteler Wehr musste sich im Dorf Unterstellmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge suchen. Häufig mussten Kameraden kurzfristig reagieren, um Räume aufzuschließen, den Handwerkern Fragen zu beantworten oder unterstützend tätig zu werden. Nach langer und zeitintensiver Arbeit kann sich das Ergebnis aber durchaus sehen lassen.  Der Vorplatz vom Feuerwehrhaus integriert sich ideal in die Dorferneuerungsmaßnahme rund um den Kindergarten, dem Sportplatz und dem Genossenschaftsgelände.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Jahres 2008 waren die Blutspendedienste. 224 Spender haben sich im Litteler Krug eingefunden. Die Organisation leitet schon seit vielen Jahren Ingrid Lüschen gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz. Die Litteler Kameraden sind dankbar, dass sich das Helferteam jedes Jahr bereit erklärt, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen.

Auch die Seniorenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Littel trifft sich regelmäßig und unternimmt Ausflüge und Betriebsbesichtigungen. Unter anderem wurde im Sommer die Feuerwehr in Bremerhaven besucht.

Die Fahrzeuge machen insgesamt einen sehr gepflegten Eindruck. Die  Laufleistung der Einsatzfahrzeuge betrug im vergangenen Jahr rund 8.000 km. Seit dem Jahr 2005 wurde die Laufleistung somit von jährlichen 12.000 km um fast 4.000 km gesenkt. Das liegt unter anderem daran, dass für Fahrten z.B. zur FTZ nach Ganderkesee oder Loy vermehrt Privatwagen eingesetzt werden, um die Fahrzeuge zu schonen.
 
Seit 4 Jahren steht eine Ersatzbeschaffung des ELW (VW-Bus) im 5 Jahres Plan. Diese wurde im Einvernehmen mit der Feuerwehrführung jährlich verschoben, so auch in diesem Jahr. Die Mängel am Fahrzeug nehmen aber deutlich zu, so dass Gespräche über eine Ersatzbeschaffung laufend stattfinden.
Ebenfalls im 5 Jahres Plan enthalten ist die Ersatzbeschaffung des TLF 16-25 (Tanklöschfahrzeug). Diese langfristige Planung ermöglicht es, sich rechtzeitig mit den Themen auseinanderzusetzen.
Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und den politischen Gremien funktioniert dabei sehr gut.

Im Jahr 2008 wurden vier persönliche Atemschutz Bewegungsmelder beschafft. Diese erhöhen die Sicherheit der eingesetzten Kräfte untereinander. Sie aktivieren sich selbsttätig, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine messbaren Bewegungen wahrgenommen werden können. So werden Retter schnell auf einen Verunfallten aufmerksam. 

In Eigenleistung wurden 2008 ein Palisadenzaun als Mülltonnen Stellplatz angeschafft, sowie zwei Digitalkameras für die Einsatzfahrzeuge, EDV und eine mobile Leinwand für Ausbildungszwecke und bei Brandschutzerziehungen in Schulen und dem Kindergarten angeschafft. Hier wurde auf keine Mittel aus dem Haushalt zurückgegriffen.  

Für das Jahr 2009 stehen weitere vier persönliche Atemschutz Bewegungsmelder im Beschaffungs-plan. Außerdem werden die Atemschutzgeräte auf Überdruck umgerüstet, was das Arbeiten unter schwerem Atemschutz deutlich erleichtert. Außerdem wird noch ein Schlauch Aufwickler beschafft.

Auch in 2009 will die Litteler Ortswehr eigene Mittel für Beschaffungen aufbringen. Bereits fest steht der Kauf einer Straßenlaterne für die Dorfgemeinschaft. Die Freiwillige Feuerwehr betätigt sich so als Sponsor für die geplante und notwendige Straßenbeleuchtung in Littel.
Außerdem ist die Anschaffung weiterer Ausbildungsmittel angedacht.

Zum Ende dieses Rückblicks auf das Jahr 2008 bedankt sich Ortsbrandmeister Frank Kirsch ganz besonders bei allen Kameraden für die geleistete Arbeit, beim Ortskommando für die tatkräftige Unterstützung, bei der Bewältigung der Führungsaufgaben, bei der Verwaltung und dem Rat für die gute Zusammenarbeit und bei den Familienangehörigen für die Zeit, die den Familien wegen der Feuerwehr nicht zur Verfügung steht.

 

Das Jahr 2009 wird bekanntlich auch das Super Wahljahr genannt. Das trifft auch auf die Feuerwehren in der Gemeinde Wardenburg zu. Im September 2009 endet die Amtszeit des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Friedrich Taubert aus Wardenburg.
Die Kandidaten werden geplant bis April 2009 feststehen. Im Anschluss daran ist dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung geplant, auf der die Litteler Kameraden ihr Votum für einen Kandidaten geben werden.