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Freiwillige
Feuerwehr Littel
Jahreshauptversammlung 2010
TEAM 2010 – Ortswehr blickt positiv ins neue Jahr
Ortsbrandmeister Frank Kirsch hatte am 15. Januar 2010 zur alljährlichen Jahreshauptversammlung
eingeladen. Wider Erwarten eröffnete er die Versammlung nicht mit einem Kommentar zu einem im
Dezember verfassten Offenen Brief, sondern blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück in dem die
Kameraden erneut ihre Leistungsfähigkeit bewiesen haben. Die Freiwillige Feuerwehr Littel hat
nunmehr 66 Mitglieder. Erfreulich ist der Zuwachs von 6 neuen Kameraden, was die Einsatzbereitschaftauch langfristig sichert.
3.818 geleistete Stunden sind in Summe in den Dienstbüchern vermerkt, Verwaltungsarbeiten oder
Termine der Senioren nicht mitgezählt.
Insgesamt 20 Mal wurde die Freiwillige Feuerwehr Littel im Jahr 2009 angefordert, zu acht
Brandeinsätzen, acht Hilfeleistungen und 4 sonstigen Hilfen. Dabei waren 47 aktive Kameraden
insgesamt 392 Stunden im Einsatz.
Besonders stolz ist Ortsbrandmeister Frank Kirsch auf den hohen Ausbildungsstand innerhalb der
Litteler Wehr. 476 Lehrgangsstunden wurden auf 12 Lehrgängen absolviert, mit hervorragenden
Ergebnissen. „Es ist schon bezeichnend, wie die Gruppenführer Ihr Wissen weitergeben und wie es
Ihnen gelingt, auch trockene und sich wiederholende Themen zu vermitteln“, so Kirsch in seinem
Rückblick. Geleitet von Zugführer Maik Mörking erstellen die vier Gruppenführer Matthias Haye, Lars
Gramberg, Stefan Kirsch und Jan-Bernd Wellmann die jährlichen Dienstpläne. Im Durchschnitt
nehmen 20 Kameraden am Übungsdienst teil, die mit 2.390 Stunden zu Buche schlagen.
440 Stunden engagierte sich die Gruppe von Gerätewart Heiko Poppe, für die Pflege und Instandhaltung
von Feuerwehrhaus, Fahrzeugen und Gerätschaften. „Ohne diese Mannschaft, die sich
eigenverantwortet, könnte die Einsatzbereitschaft nicht so hoch gehalten werden, das bestätigen auch
Rückmeldungen aus der Verwaltung und der FTZ.“, bemerkt Ortsbrandmeister Kirsch.
Zusätzliche Stunden entstehen durch Sonderdienste. Nach dem Tod von Ingrid Lüschen wird das
Blutspende Team nun von Linda Heinje und Anneliese Mörking geführt. Seit dem Sommer finden die
Blutspendetermine im Litteler Feuerwehrhaus statt. Jährlich werden alle Hydranten winterfest
gemacht, damit sie im Einsatzfall nicht einfrieren. Die Erzieherinnen im Kindergarten Littel werden
jährlich fortgebildet und auch die Lehrerinnen in der Grundschule Hohenfelde erhalten eine Schulung.
Außerdem übernimmt die Litteler Feuerwehr dort 2 Unterrichtsstunden der 3. und 4. Klasse zum
Thema Brandschutzerziehung und führt eine Evakuierungsübung durch. Letztlich finden Ortsbegehungen
statt und werden Objekte auf Einhaltung vorbeugender Brandschutzmaßnahmen überprüft.
„Leider wird das von vielen Menschen nicht gesehen. Sie glauben wir würden uns nur mit ROTEN
AUTOS beschäftigen. Sie entnehmen Dinge der Presse ohne die tatsächliche Kenntnis zu haben.
Ohne je mit uns gesprochen zu haben, entstehen so ganz automatisch falsche Meinungen und Bilder
über die Arbeit in der Feuerwehr Littel. Das ärgert mich am meisten.“, führt Kirsch weiter aus.
In diesem Zusammenhang blickte Ortsbrandmeister Frank Kirsch auch kurz auf den Offenen Brief
einiger Mitglieder aus der Wardenburger Feuerwehr zurück. Er las den Brief nicht vor, sondern gab
den Inhalt kurz wieder. Einstimmigkeit herrschte beim Umgang mit dem Brief: „Wir befassen uns mit
den Aufgaben in der Feuerwehr, die in Gesetz, der Satzung und Dienstanweisung klar definiert sind
und wir beteiligen uns nicht an Lügen und Parolen.“
Im Laufe der Versammlung schaute Ortsbrandmeister Kirsch nach vorne. Er sieht eine positive
Entwicklung. Unter dem Motto TEAM 2010 gilt es einige Aufgaben zu meistern. „Wir agieren hier
wirklich als Team und nutzen das Wort nicht nur als Floskel.“
Ein kleines Team bereitet 2010 ein Fahrzeugkonzept vor, dass eine bevorstehende
Ersatzbeschaffung im Jahre 2011 ermöglicht. Die Ersatzbeschaffung steht lange im 5 Jahresplan, das
Konzept soll ab Sommer, im Anschluss an die Interschutz Fachmesse, erarbeitet werden und dem
Ausschuss und Rat dann im Herbst 2010 vorgestellt werden.
Für das Haushaltsjahr 2010 waren 40.000,00 EUR für notwendige Ersatzbeschaffungen und laufende
Kosten vorgesehen. Aufgrund der Haushaltslage sind diese in enger Zusammenarbeit um über 30%
auf 27.000,00 EUR reduziert worden. Davon werden 1 Notstromaggregat, Atemschutzmasken,
Funkmeldeempfänger und ein Arbeitsscheinwerfer ersatzbeschafft. Ebenso darin enthalten sind
Bekleidungskosten, LKW Führerscheinausbildung, Reparatur- und Wartungskosten, sowie Kosten für
Schulungen und Impfungen.
Als TEAM 2010 erbringt die Litteler Ortsfeuerwehr einen großen Teil an Eigenleistungen, um die
Sparmaßnahme und Reduzierung im Haushalt zu unterstützen. So wird in Eigenleistung eine komplett
neue EDV Verwaltung inkl. Server- und Remote Hardware in Betrieb genommen, die eine
Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ortswehr ermöglicht und zudem
Aufwand und Zeit in der Personal- und Buchführung, sowie der Inventarisierung deutlich reduziert.
Zur elektronischen Erfassung sämtlicher Hydranten und Löschwasserbrunnen, sowie der Darstellung
kritischer Einsatzpunkte wurden die Fahrzeuge in Eigenleistung mit Navigationsgeräten ausgestattet.
Im Anschluss an den Bericht des Ortsbrandmeisters folgten die Grußworte der Gäste:
Bürgermeisterin Martina Noske bedankte sich für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Sie zeigte
sich erfreut über den Zugang an jungen Menschen und dem sehr hohen Ausbildungsstand innerhalb
der Ortswehr. Sie ist stolz auf die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ortsfeuerwehr und
bestellt die besten Grüße von Rat und aus dem Fachbereich.
Es beeindruckt, wie die Litteler Wehr Kompetenz und Einsatzbereitschaft vermittelt und die
Kameradschaft zwischen Aktiven und Senioren durchgehend pflegt.
Kreisbrandmeister Andreas Tangemann überbringt die Grüße vom Landrat, dem Kreis und der FTZ.
Er freut sich, nach langer Zeit auch mal wieder in Littel sein zu dürfen und ist begeistert von dem
professionellen Jahresbericht der Ortswehr. „So etwas habe ich noch nirgends gesehen.“ Tangemann
ermutigt alle Kameraden so weiter zu arbeiten wie bisher, und wünscht der Litteler Wehr stets eine
gesunde Heimkehr, von möglichst wenig Einsätzen.
Gemeindebrandmeister Herwig Grotelüschen schließt sich den Grüßen an, um dann gemeinsam mit
der Bürgermeisterin eine Ehrung und weitere Beförderungen vorzunehmen.
Der stellvertretende Ortsbrandmeister Ralf Schwantje wurde für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt und
mit einem Ehrenzeichen ausgezeichnet.
Die Kameraden Sven Bonhagen, Jannes Bellersen und Andreas Kluge wurden zum Feuerwehrmann
befördert. Hendrik Hasselhorn, Marvin Mörking, Arndt Griepenkerl und Jannik Bunjes wurden zum
Oberfeuerwehrmann befördert.
Frank Kirsch
(Ortsbrandmeister)
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